Urlaubsplanung

Ein bisschen Planung, für jede Menge Spass im Schnee

 

Es wird draußen unwiderruflich kälter, bei einem Spaziergang durch die City sieht man verstärkt die Winterprospekte in den Reisebüros und die Sportgeschäfte veranstalten Sommerskiverkäufe. Eigentlich genau die richtige Zeit, sich mit dem Thema Winterurlaub, oder genauer Ski-/Snowboard-Urlaub auseinander zusetzen.

Die Frage, wieso man sich mit der Vorbereitung für einen Winterurlaub deutlich intensiver beschäftigen „muss“ ist es, die mich diesen Bericht schreiben lässt.

Gerade bei Urlauben mit Wintersport sind viel mehr Faktoren zu berücksichtigen, als bei normalen „Badeurlauben“, vielleicht vergleichbar mit Individualreisen.

Neben den normalen Standard-Reisevorbereitungen stellen sich dem Wintersportler noch viele Fragen für einen erfolgreichen Urlaub. Diese beschreibe ich anhand vieler eigener Erfahrungen mal im einzelnen. Wie immer bestehe ich natürlich nicht im Geringsten auf Vollständigkeit.

Inhalt:

1. Wann will ich fahren?

2. Was soll geboten werden?

3. Wie soll die Anreise erfolgen?

4. Schon an Versicherungen gedacht?

5. Und wenn das Wetter doch nicht passt?

6. Balus spezielle Tipps

 

 

1. Wann will ich fahren?

Mit eine der wichtigsten Fragen, denn nicht alle Wintersportorte bieten die ganze Wintersaison über eine ausreichende Schneesicherheit. Auch wenn die Faustformel, je höher hinaus, desto besser die Schneesicherheit in mancher Hinsicht noch gültig ist, gibt es dennoch Ausnahmen. Je nach Lage innerhalb der Alpen gibt es auch sehr schneesichere Täler, welche man im Auge behalten sollte. Dann muß man auch darauf achten, dass es in einigen Regionen zu gewissen Monaten immer Schönwetter-Zeitfenster gibt, die man nutzen kann. Einen guten Überblick dazu erhält man nicht nur auf den traditionellen Pages der Tourismus-Verbände der einzelnen Regionen, sondern auch zum Beispiel auf allgemeine Pages wie www.schneehoehen.de oder ähnliche Webauftritte. Generell kann man aber sagen, dass rein von den Schneeverhältnissen betrachtet, die Monate Februar bis Mitte März die besten Voraussetzungen vorzufinden sind. Zumal in den Monaten auch die großen Schlechtwetterfronten, wie man sie traditionell im Dezember-Januar vorfindet, ausbleiben. Obwohl sich die "Winterverhältnisse" ein wenig nach hinten verschieben. Eine alte Tirolerin, mit der ich mich mal unterhalten habe, ist beispielsweise der festen Überzeugung, dass sie noch erleben wird, wie die Skisaison überhaupt erst ende März beginnen wird. Ob sich das wirklich so extrem entwickeln wird, wie sie sagte, lassen wir mal dahingestellt, doch ist eine leichte Verschiebung ins eigentliche Frühjahr hinein eindeutig feststellbar. In den letzten Jahren konnte ich auf alle Fälle noch um Ostern herum eine verstärkte Anzahl von Schneefronten feststellen. Aber OK, so wird das Skifahren um Ostern rum für den Enthusiasten interessanter und beschränkt sich dauerhaft nicht mehr nur noch auf die Gletschergebiete. Als recht schneesicher gelten in Österreich die meisten Gebiete von Tirol, in der Schweiz vor allem die Gebiete in Graubünden. In Italien kann ich das "Schneeloch" Schnalztal sehr empfehlen. Die Gletschergebiete in Europa sind natürlich auch immer sehr schneesicher, aber halt geographisch bedingt auch meist etwas kleiner. Interessanterweise sind – was Deutschland betrifft - die Gebiete im Bayerischen Wald, in Richtung tschechische Grenze deutlich schneesicherer als die deutschen Alpengebiete, mit Ausnahme des Zugspitzgebiets, wo sogar ein Sommercamp angeboten wird.

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2. Was soll geboten werden?

Gerade im Wintersport gibt es doch zahlreiche Interessensgruppen. Diese teilen sich nicht einfach nur in die Ski- und Snowboardfraktion auf, sondern man muss selbstverständlich auch unterscheiden, nach alpinen Gruppen und den "nordisch" Interessierten, vorwiegend also den Langläufern. Zusätzlich kommen auch noch Dinge hinzu, wie die eigentliche Unterbringungsmöglichkeiten, Familien- oder Gruppentauglichkeit, Freizeitangebote neben dem Wintersport, Shopping, Gastronomie, etc., nur um einige Faktoren zu nennen. Über viele Dinge kann man sich hervorragend auf den Internetauftritten der Wintersportgebiete / Städte informieren, die überwiegend von den Tourismusverbänden gepflegt und unterhalten werden, aber auch auf vielen "Fanpages" oder freien Websites der Gebiete (vorwiegend kommerzielle, durch die diversen Hotelgemeinschaften unterhaltene Auftritte). Zusätzlich stehen einem natürlich auch die vielen Angebote offen der Reiseindustrie. allein ein Studium der diversen Winterkataloge der verschiedenen Anbieter, bietet eine Fülle von Informationen, durch die man schon jede menge Kriterien erschließen kann, auch ohne direkt über diese Anbieter buchen zu müssen.

Pauschal betrachtet muss man gerade als Neuling aber unbedingt berücksichtigen, dass es auch im Wintersportbereich die eierlegende Wollmichsau nicht gibt. Alle Gebiete haben sich in irgendeiner Form spezialisiert.

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    2.1 Die Unterbringungsmöglichkeiten

    Was möchte ich? Die alles umsorgende Umgebung eines Mehrsternehotels? Eine günstige Übernachtungsmöglichkeit ohne großartigen Luxus? Ich reise mit einem Campingmobil(Wohnmobil/-wagen) an? Wir sind ne schneeverrückte Clique und suchen ein Haus, oder große Ferienwohnung?

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    2.1.1 Die Reisemobilisten

    Nicht jedes Skigebiet kann alles bieten. Gerade in Österreich muss man beispielsweise darauf achten, dass man sich mit einem Wohnmobil nicht überall hinstellen darf und nächtigen. Das wird dort schwer geahndet als Landfriedensbruch. Dies ist vor allem auf den Großparkplätzen an den diversen Talstationen der Fall.

    Nun muss man also als Reisemobilist gucken, wie weit denn dann nun der nächste Stellplatz / Campingplatz entfernt ist. Lohnt es sich dann noch? Oder wäre eine Unterbringung in einem lokal gelegenen Hotel/Pension am Ende nicht doch günstiger, wenn man die tägliche Anfahrt berücksichtigt?

    Hier hilft schon ein kleiner Blick bei Google, in dem man einfach "Stellplatz Skigebiet XYZ" eingibt ein ganzes Stück weiter.

    Soweit ich feststellen konnte sind gerade die Gebiete in den Dolomiten, bzw. Südtirol im allgemeinen, sehr tolerant gegenüber den Campingfreunden und erlauben nicht nur häufig die Übernachtungen direkt an den Liften, sondern bieten auch viele Campingplätze in unmittelbarer Nähe an, die auch durchweg alle wintertauglich ausgerüstet sind. Ein wichtiger Faktor, denn irgendwann ist der Wasser-/Gastank auch des bestens ausgestatteten Wohnmobils erschöpft und schreit um Füllung /Entsorgun

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    2.1.2 Ferienwohnungen / Ferienhäuser

    Genauso, wie einige Skigebiete Reisemobilisten nicht Hundertprozent unterstützen, muss man doch gerade bei sehr großen, touristisch extrem bekannten Skigebieten feststellen, dass auf den kleinen Individualtouristen, der für sich, seine Familie oder Clique ein günstiges Ferienappartement oder ein Ferienhaus sucht, kaum noch Wert gelegt wird. Man muss sich sehr frühzeitig im Jahr bereits informieren und auch buchen, will man in einem Skigebiet mit "gutem Namen" ein Appartement oder Ferienhaus ergattern.

    Auch hier konnte ich feststellen, dass gerade in Südtirol mehr wert gelegt wird, auf die wintersportliche Familie, als beispielsweise in Tirol. Wer also glaubt, ein ähnliches Angebot an Ferienwohnungen vorzufinden, wie beispielsweise in Norddeutschland, oder Holland / Dänemark wird zwangsläufig enttäuscht sein müssen.

    Die Variante? Kleinere Gebiete aufsuchen. Dort findet man doch deutlich mehr an individuellen Unterbringungsmöglichkeiten. Außerdem gibt es auch "Juwelen", wie beispielsweise das Kaunertal. Zum einen bietet das Tal selber 2 schöne Skigebiete, wobei eines sogar auf einem Gletscher liegt und weit ins Frühjahr hinein optimale Bedingungen bietet, zum anderen liegen andere fahrenswerte Skigebiete quasi vor der Haustür, wie z.B. Serfaus-Fiss-Ladies. Man kann sogar Verbundskipässe erwerben, mit denen man gleich alle regionalen Skigebiete befahren darf. Also auf alle Fälle eine Überlegung wert.

    Zusätzlich gibt es auch Anbieter, die sich gezielt auf Ferienhäuser/-wohnungen spezialisiert haben. Dort gibt es im Angebot sogar noch das rustikale Ferienhaus mitten im Skigebiet. Als einen der Marktführer möchte ich nur Frosch-Ferienhäuser nennen (erreichbar unter gleichnamiger Internet-Präsenz).

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    2.1.3 Hotels /Pensionen /Gasthöfe

    Absolut keine Einschränkungen. In jedem Wintersportgebiet findet man in diesem Bereich alle Unterbringungsmöglichkeiten, die man sich vorstellen kann in Hülle und Fülle. Vom günstigen Zimmer aus privater Vermittlung bis hin zu wahren Wellnesstempeln mit Ansprüchen, jeder Art von Wunsch gerecht zu werden ist in quasi jedem Gebiet alles zu finden.

    Man sollte sich nur eins überlegen: Buche ich pauschal über ein Reiseanbieter, oder ist es nicht vielleicht günstiger, wenn ich mir ein Hotel meiner Wahl im Internet suche und dann direkt beim Gastwirt/Hotelier buche? Vielleicht ist es möglich, über den direkten Weg sogar eine Unterbringung zu finden, die eine Kategorie höher als geplant liegt und dennoch nur den Preis kostet, wie sie ein Reiseanbieter für ein nicht so hochwertiges Angebot liegt?

    Geht es nur um reine Unterbringung, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass wir immer günstiger gefahren sind mit direkter Ansprache, unter Umgehung von Reisebüros, meist gar um 20-30%. Man muss lediglich darauf achten, ob ein Reiseveranstalter nicht vielleicht noch ein "Plus" an Leistungen anbietet, beispielsweise ein gemeinschaftliches Nachtrodeln, oder gibt es Pauschalangebote, in denen der Skipass integriert sind? Doch Vorsicht, manche Pauschalangebote, die sich wie echte Juwele in den Reisekatalogen lesen, entpuppen sich als ganz normale Angebote, wie sie direkt von den Tourismusverbänden eh angeboten werden und somit auch wieder direkt buchen lassen, genauso wie einige Pakete, die einige Hotels für sich selber schnüren und anbieten. Ihr seht also, der reine Blick ins Webangebot, kann genauso Geld kosten, wie die ausschließliche Information über die Reisebüros. Es hilft wirklich nur der direkte Vergleich beider Angebote.

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3. Wie soll die Anreise erfolgen?

Auch hier wieder eine sehr wichtige Frage. Möchte ich auf eigener Achse anreisen? Oder bevorzuge ich Bus/bahn/Flugzeug? Was muss ich dabei eigentlich beachten?

 

    3.1 Ab in den Schnee im eigenen Auto

    Eigentlich die angenehmste Variante, weil man doch von niemanden abhängig ist, An- und Abreise individuell planen kann. den Ort wechseln kann, wenn der Ort oder das Wetter doch nicht den Ansprüchen gerecht wird, aber auch hier sind wichtige Dinge zu berücksichtigen.

    Es muss ja nicht gleich ein Unglück sein, wie es 1999 in Galltür stattfand, um jede Art von Fortbewegung zu unterbinden, doch man sollte sich immer ins Gedächtnis rufen, dass man im Winter in die Berge will. Das Auto sollte also schon vor dem Urlaub unbedingt einem Wintercheck durchzogen werden. Winterreifen sind ebenso absolut zwingend aufzuziehen, wie man Schneeketten in jedem Fall mitzuführen hat. Diese Schneeketten kann man übrigens in jeder ADAC-Geschäftsstelle ausleihen und – sofern nicht benötigt – auch wieder abgeben. erst wenn man die Ketten benutzt hat, muss man sie im Fall ADAC erwerben. Aber auch außerhalb der reinen technischen Voraussetzungen, sollte man bei jeder Tour ausreichend Getränke und auch Decken mitführen. Schnell ist ein Wetterumschwung durchgezogen, oder aber man gerät in endlose Staus auf An- und/oder Abreise bei wiedrigen Wetterbedingungen. Diese sollte man immer berücksichtigen, genauso, wie man bei Winterurlauben nie den Tank sehr leer fahren darf. Außerdem sollte man berücksichtigen, wie die Unterbringung des Autos während des Urlaubs erfolgt. Bei einigen Gebieten, ist ein Auto sehr ratsam, weil man gar nicht direkt an das eigentliche Skigebiet herankommt, wie beispielsweise in den Gletschergebieten, wie Kaunertal oder Stubaital, es sei denn, es macht einem nichts aus längere Zeit in überfüllten Skibussen zuzubringen

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    3.2 Skireisen mit dem Bus

    Die Anreise mit dem Bus halte ich persönlich für die unbequemste und am wenigsten in Frage kommende Art, in den Skiurlaub zu fahren, denn zu viele Faktoren sprechen in meinen Augen dagegen. Als da wären: Ich bin eingeschränkt in Punkto An- und Abreise, Busse sind nicht gerade so bequem, ich befinde mich in einem Raum mit allen anderen Reisenden, ohne ihnen ausweichen zu können, wirkliche Ruhe kehrt in einen Bus eigentlich nie ein und last but not least, einen Vorteil zum eigenen Auto bietet ein Bus in Berücksichtigung aufs Wetter-/Winterverhältnisse auch nicht. Daher ist diese Art der Anreise keine wirkliche Alternative

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    3.3 Anreise mit der Bahn

    Wir sind bis 2002 zumindest auf unserer Januar-Skitour regelmäßig mit der Bahn gereist, denn vieles spricht für diese Art der Reisemöglichkeit. Die komplette Gruppe ist ausgeschlafen bei der Ankunft, man hat eigene Abteile, frühstück gibt’s auch. eigentlich richtig klasse, doch nachdem die DB ihre Preise umgestellt hat, ist diese Reisart zunehmend unattraktiv für uns geworden. Die preise sind so enorm in die Höhe geschnellt, dass wir lieber auf Schlaf verzichten und mit dem Auto fahren, als diese enormen Summen zu stemmen. in unserem Fall war die Differenz so hoch, dass wir davon unsere komplette Verpflegung bestreiten konnten. Zudem muss man berücksichtigen, dass nicht jeder Wintersportort in den Alpen auch über einen Gleisanschluss verfügt. Das heißt, man fährt in den nächstgrößeren Ort und von dort aus mit dem Skitaxi zum Hotel. Dieses Taxi sollte man schon vorher buchen und einen festen Preis, so dass man am Ankunftsbahnhof schon erwartet wird und nicht erst großartig suchen muss. Genauso sollte man schon bei der Anfahrt mit dem Taxifahrer einen genauen Abholtermin vereinbaren. so erspart man sich auch am letzten Urlaubstag überflüssigen Stress.

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    3.4 In den Skiurlaub fliegen

    Eigentlich kann es die schnellste Form der Fortbewegung sein, doch sollte einem Bewusst sein, dass man in die Berge fliegt, ergo auch kaum Flughäfen vorfinden wird. Um es euch am Beispiel: Reiseziel Tirol zu verdeutlichen. Man kommt nur bis Innsbruck, ab da muss man schon schauen, wie man weiterkommt. das kann Bus, Bahn, Taxi oder Leihwagen bedeuten, womit der Zeitvorteil schnell wieder aufgebraucht sein kann. Außerdem ist Fliegen weiterhin nicht unbedingt die günstigste Art zu reisen, wenn man die Folgekosten berücksichtigt.

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4. Schon an Versicherungen gedacht?

Ein Faktor, den viele, wenn nicht sogar viel zu viele unberücksichtigt lassen und manches mal in Kosten ertrinken, bis hin zum völligen persönlichen Bankrot, mal abgesehen von lebenslangen Einschränkungen. Es sollte euch bewusst sein, dass die normale gesetzlichen Versicherungen nicht ausreichen. Ja selbst gezielte Sportversicherungen reichen teilweise nicht aus, weil sie Snowboarden, oder Skifahren als "besonders risikoreiche" Sportarten aus ihren Leistungen entfernt haben!!! Außerdem sollte man sich informieren, ob die jeweilige Versicherung auch im europäischen Ausland eintritt, oder ob man persönlich erst einmal in Vorleistung treten muss. OK, ist man soviel wie wir auf den Brettern unterwegs, ist es eh ratsam, sich einem Verband anzuschließen und hierüber entsprechende Leistungen zu beziehen (siehe hierzu auch www.ski-online.de als Portal vom Deutschen Skiverband). Aber was auch schon helfen kann, ist der europäische Schutzbrief vom ADAC . bei diesem rechnen viele Krankenhäuser und Ärzte im europäischen Ausland direkt ab, so dass man nicht in Vorleistung treten muss und außerdem die Rückführung von Fahrzeug, Gepäck und eigene Person gewährleistet.

Trennen wir uns mal vom Bereich möglicher Verletzungen ist ein weiterer Punkt sehr wichtig: ist mein Material versichert? Im Regelfalle nein, da aber in den Skigebieten quer durch Europa eine extreme Zunahme an Diebstählen feststellbar ist, sollte man auch hier zusehen, dass man sich entsprechend für die Urlaubszeit Zusatzversichert. auch hier werden pakete vom DSV angeboten.

Leider kann ich hier nicht ausführlich auf die komplette Thematik Versicherung im Urlaub eingehen, da es den Rahmen des vertrebar Lesbaren endgültig sprengen würde, daher belass ich es hier einmal und werde in Kürze eine zusätzliche Rubrik hier einrichten, die sich nur mit Versicherungen beschäftigt. Versprochen!

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5. Und wenn das Wetter doch nicht passt?

Wie bekannt sein dürfte, bewegen wir uns im Wintersport an der freien Natur und sind dadurch natürlich auch den entsprechenden Widrigkeiten ausgeliefert. In den letzten zwei Jahren ist es uns Mitte Januar unter anderem passiert, dass es ab der Mittelstation geregnet hat und die erwarteten Verhältnisse ein Skifahren kaum noch möglich machte. Genauso waren schon mal sämtliche Lifte gesperrt wegen zu viel Sturm und Kälte und einmal auch wegen zu viel Schnee und damit einhergehende Lawinengefahr. Man sollte sich also vorab schon mal informieren, ob die Liftbetreiber bei solch extremen Wetterbedingungen Geld erstattet und ob die orte auch über den Wintersport hinaus etwas bietet wenn man mal wirklich nicht mehr auf den berg rauf kann, also Spaßbäder, Museen, etc. Sonst kanns fürchterlich schnell, fürchterlich langweilig werden.

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6. Balus spezielle Tipps

Hier möchte ich euch kurz noch ein paar übergeordnete Tipps geben, die sich vielleicht nicht pauschal in die oben genannten Punkte unterordnen lassen:

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     6.1 Material leihen?

    Ist es zweckmäßig, eigenes Material mit in den Urlaub zu nehmen, oder kann ich es mir vor Ort günstiger leihen? Im Regelfalle sind die Preise direkt in den Skiorten recht gesalzen und ziemlich abgenutzt – speziell zum Ende einer Saison, aber es gilt die Faustformel: je größer die Distanz zum Lift, desto günstiger wird’s. Dennoch sollte man wirklich vergleichen, was einem vielfach auch im Web schon gelingt. Wenn man dennoch gerne das neuste material fahren möchte vielleicht ein Tipp: In der letzten Saison haben Karstadt und Voswinkel ein Angebot gebracht mit dem man die neusten Modelle für 10,--€ pro Tag testen konnte. ich habe dadurch in jedem Urlaub ein anderes Modell gefahren, anstatt mir ein paar neue Skier zu kaufen, wie ich es eigentlich geplant hatte. Guckt einfach mal in den Filialen vorbei, es könnte sich lohnen.

    Generell kann man aber zum Leihen sagen: Ihr könnt euch alles mögliche leihen, aber niemals die Skischuhe! Diese sind zu individuell und durch die neuen Thermopolster auf euren Fuß abzustimmen. dies funktioniert aber nur dann, wenn diese Schuhe wirklich nur von euren Füßen getragen werden.

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    6.2 Komplettangebote checken

    Wie ich schon oben einmal genannt habe, kann es sich immer lohnen, Angebote zu vergleichen und eventuell Pauschalangebote anzunehmen. Gerade in der Vor- und Nachsaison bieten viele Regionen Angebote an, bei denen man 7 Tage Skifahren für 6-Tagepreis erhält, oder aber die Kinder kostenlos mitfahren. Alles nur eine Frage, wie viel Wetterrisiko man eingehen möchte.

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    6.3 Die Nachbarort-Variante

    Manchmal kann man sehr viel Geld sparen, wenn man kein Hotel direkt im gewünschten Skiort bucht, sondern in einem Nachbarort Quartier bezieht und dafür lieber jeden morgen und Abend mit dem – meist kostenlosen – Skibus zum Lift fährt. da lassen sich mal schnell 100€ und mehr einsparen. Wobei man auch hier Acht geben muss. in ischgl zum beispiel ist es so, dass man eine hohe Skipass-Ermäßigung erhält, wenn man direkt im Ort wohnt, während Anreisende und Tagestouristen erheblich mehr zahlen müssen, wobei es auch hier einen Trick gibt: Mathon! Der ort selber hat exzellente Angebote, was Unterbringung und Verpflegung betrifft, aber als offizieller "Vorort" profitiert man dennoch von den günstigen Skipasspreisen die man als Ischgl-Urlauber erhält. Also ein Vergleich lohnt sich in jedem Fall

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    6.4 Die kanadisch-amerikanische Variante

    Endlose Pisten, unberührte Tiefschneehänge, wer hat von solchen Dingen nicht bereits geträumt. einmal nach Whistler, in die Rockies, nach Aspen, Snowmass, oder Denver. Ein Traum? Warum? Durch den sehr guten Dollarkurs und vor allem eine immer stärker auf den deutschen Markt drängende Tourismusbranche, geht der Weg zu diesem Ziel immer mehr von Traum zu absehbar realisierbaren Wunsch. Gerade, wenn man den eigentlichen reisemehrwert auch noch berücksichtigt, schneiden die USA und Kanada doch besser ab, as man denkt. Mittlerweile haben sich Anbieter von Skireisen auch in Deutschland etabliert, wie z.B. CANUSA, die Skireisen schon weit unter 1000€ anbieten, inkl. Flug, Skipass, Hotel für 7 Tage. Also wir sind schon schwer am rechnen, ob wir nicht nächstes Jahr unseren Traum erfüllen sollen.

    Und wem das alles irgendwie noch zu weit entfernt erscheint, sollte sich in Erinnerung rufen, das in Neuseeland, Argentinien und Australien gerade Skihochsaison ist......

Abschließend lässt sich also sagen, dass man einen Wintersporturlaub sorgfältig und intensiver planen sollte, damit es auch wirklich was wird mit dem "weißen Rausch". Aber wenn ihr ein paar der hier vorgschlagenen Tipps berücksichtigt, ist es wohl weniger Zeitaufwand, als das lesen dieses Berichts hier ;-)

In diesem Sinne wünsch ich euch viel Spaß, sowohl beim Lesen, wie auch im Schnee

euer Schneesüchtel Balu

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