Ski-Sicherheit

Unser ständiger Skibegleiter:

Der Safeman

 

Früher, ja früher war doch alles irgendwie besser, behaupten viele und es gibt ein paar Bereiche, da haben sie sogar recht – LEIDER :-( Eines dieser Beispiele ist heute oft in Skigebieten anzutreffen. Früher war es meist problemlos möglich, seine Skier an irgendeiner Hütte am Skiständer abzustellen und gemütlich Brotzeit zu machen, ohne einen Gedanken an einen möglichen Diebstahl der guten Stücke zu verschwenden. Heutzutage ist das leider nicht mehr möglich. Wenn man den lokalen Zeitungen der einzelnen Großskigebiete Glauben schenken darf, widmet sich die dortige Polizei mehr dem Ski- und Snowboard-Diebstahl, als allen anderen möglichen Delikten. Vor allem, wenn man etwas teureres Equipment besitzt, lebt man eigentlich in ständiger Angst, dass einem das teuer ersparte und erworbene Zeugs weggestohlen wird. Es soll sogar schon "richtig gut" organisierte Banden geben, die entsprechendes Material auf Vorbestellung klauen (und ich dachte, das gibt’s nur bei Autos und so).

Aus diesem Grund haben meine Frau und ich die letzten Jahre immer ein bisschen Aufwand getrieben, es den Dieben etwas schwerer zu machen, in dem wir unsere Skier untereinander kombinierten und an möglichst verschiedenen Ort abstellten, in der Hoffnung, dass ein potentieller Dieb sich nicht die Mühe macht, einen Skiparkplatz abzusuchen, bis er ein vollständiges Paar zusammen hat.

Das hat auch immer sehr gut geklappt, nur hätten wir das auch mit den Stöcken machen sollen, denn eines schönen Tages kamen wir aus einer Skihütte und die gerade neu gekauften Carbonstöcke meiner Frau waren verschwunden. Anstelle der Stöcke fand ich einen Zettel, auf dem folgendes stand:

"Guter Trick mit den Skiern, aber die Stöcke sind auch sehr schön" – Den Zettel hab ich heute noch.....

Klasse, also auch noch die Stöcke tauschen? Und überhaupt, was macht jemand mit einem Snowboard? Oder aber jemand, der alleine unterwegs ist? So haben wir etwas rumgesucht und sind auf ein Produkt gestoßen, dass uns nun nicht nur auf unseren Skitouren begleitet, sondern auch, wenn wir im Sommer mit den Rädern unterwegs sind, oder aber auch, wenn wir so verreisen mit Gepäck.

Das Produkt, das ich euch dementsprechend vorstellen möchte ist also eine Diebstahlsicherung und zwar der sogenannte SAFEMAN

 

Was ist das?

Der SAFEMAN ist eine Diebstahlsicherung, die aus einem abschließbaren Korpus und einem kunststoffummantelten Stahlseil besteht. Der Korpus besteht aus einem sehr Schlagfesten Kunststoff und ist kreisrund, bei einem Durchmesser von 7,5cm. Bei Nichtgebrauch des Stahlseils, kann es wie bei einem Jojo innerhalb des Korpuss aufgewickelt werden. Es wiegt ca. 300g. Wie ihr aus dieser Beschreibung der technischen Daten erkenn könnt, ist es also sehr klein und kompakt und findet so in jeder Jackentasche Platz.

Technik und Details

Das Schließprinzip ist äußerst simpel, sowie schnell und flexibel anwendbar. Man zieht das Stahlseil (es ist ca. 75cm lang) aus dem Gehäuse, schlingt es um das zu sichernde Teil, führt es durch ein seitlich angebrachtes Loch, bis es an der anderen Gehäuseseite wieder rauskommt, schlingt dieses Stück dann um einen festen Gegenstand (z.B. einen Laternenmast, oder den Skiständer, etc.) und führt es wieder durch ein Loch im Gehäuse. Das sieht dann aus wie eine 8 mit dem Schlossgehäuse als Knotenpunkt. Das Gerät ist damit sofort gesichert, denn innerhalb des Gehäuses befinden sich Krallen, die das Stahlseil (Prinzip Wiederhaken) sofort in eine Richtung sichern.

Um das Schloss wieder zu öffnen braucht man nur den Schlüssel einstecken und eine halbe Umdrehung drehen. In diesem Moment lösen sich die Krallen vom Stahlseil und das Seil lässt sich aus dem Gehäuse ziehen und wieder aufwickeln.

Noch kurz ein Wort zum Design: Mittlerweile ist diese Sicherung in vielen Farben und Oberflächenstrukturen erhältlich. Von matten Farben, über durchsichtige Gehäuse, bis hin zu Golfballähnlichen Strukturen. Das Auge isst ja bekanntlich mit.

Wir haben uns für eher leuchtende Farben entschieden, weil wir uns dadurch ein kleines Plus an Abschreckung versprechen, wenn man das Schloss direkt sehen kann.

Im gutsortierten Sportfachhandel ist der SAFEMAN für durchschnittlich 20-25€ erhältlich. Manchmal findet man sie in Fahrradabteilungen, dann wieder bei Wintersport.. Na ja.. dieses Schloss ist ja auch nicht unbedingt einer Sportart zuzuordnen.

Bei EBAY werden sie im Schnitt für ca. 16-18€ gehandelt.

Sollten euch nun weitere Details aufgrund meines Berichts interessieren, ihr findet alle Informationen auf folgender URL:

 

Safeman-Homepage

 

Meinung, Fazit, Einsatzbereich

Wir setzen dieses Schloss im Winter ein, zur Sicherung unserer Skier und die Tochter verschließt ihr Snowboard damit (Die, mit rotem Samt bezogenen Handschellen fand sie zwar lässiger, aber nachdem ich ihr gezeigt habe, wie schnell die Teile aufzumachen sind, war sie überzeugt ;-) ). Im Sommer verschließen wir unsere Fahrräder damit. Denkt man etwas über diesen SAFEMAN nach, fallen einem bestimmt noch eine ganze Fülle von Einsatzzwecken ein, z.B. als Helmschloss oder ähnliches, denn der riesige Vorteil dieses Schlosses ist für uns eindeutig die Dimensionierung. Kompakter kann man eine solch flexible Sicherheitseinrichtung nicht unterbringen.

Einer der wenigen mir bekannten Nachteile dieses Schlosses liegt meiner Meinung nach interessanterweise in der schwierigen Zerstörbarkeit. Warum? Ganz einfach, die seitlichen Durchführungen für das Stahlseil sind so knapp dimensioniert, dass ich mir vorstellen könnte, dass man das Seil nicht mehr dort durchbekommt, wenn tatsächlich mal jemand versuchen sollte, dieses Schloss gewaltsam zu öffnen und es "nur" schafft, die Seile zu quetschen. Dann hat man zwar seine Skier oder sein Rad noch, aber bekommt es selber nicht mehr da weg, ohne die Diebstahlsicherung zu zerstören.

Ein weiterer Nachteil ist das Schloss selber. Zum einen ist es nicht Eisfest – ich hab selber schon mal anbetungswürdig vor meinen Skiern gekniet und das Schloss versucht wieder aufzutauen mittels Atem (das sah so aus, als ob ich meinen Safeman fressen wollte.. brrrr). Man sollte also immer Türschlossenteiser oder ein sturmsicheres Feuerzeug mit sich führen, zum anderen gibt es Zeitgenossen, die einen dadurch beglücken, in dem sie ihren Unmut über fehlgeschlagene Klauversuche dadurch dokumentieren, dass sie das Schloss unbrauchbar machen, z.B. in dem sie Wachs ins Schloss gießen ( hab ich bei einem Typen gesehen, der gerade darüber fluchte an einer Skihütte) oder Schnee und Eis hineinstopfen.

Zusätzlich möchte ich euch noch ein paar Tipps mit auf dem Weg geben:

     

    1. Sprüht das Schloss-innere mit Waffenöl, Kriechöl (WD40, Caramba und Co.) oder ähnlichem ein, dann friert es nicht so schnell ein

    2. Pflegt das Stahlseil gut, damit es geschmeidig bleibt, aber vermeidet alles, was einen stärkeren Fettfilm erzeugt, denn zum einen verringert ihr damit die Sicherheit und zum anderen ist es unangenehm, wenn man in seine Tasche greift und irgendwas fettig, glibriges in der Hand spürt ;-)

    3. Achtet auf die Endhülse des Stahlseils. Ist dieses erst mal beschädigt (z.B. gequetscht) oder gleich ganz abhanden gekommen, wird das Abschließen zur Tortur, oder sogar ganz unmöglich.

    4. Befestigt das Schloss immer so, dass es nach unten (evtl. sogar zu den Skiern hin) gerichtet ist. So ist das Öffnen zwar etwas schwerer, aber dafür kann man kein Wachs reintraufeln lassen und das Schloss schneit nicht einund ist etwas windgeschützter (wegen dem Einfrieren)
     

Also, in diesem Sinne, lasst euch eure Skier nicht stehlen